Katrin Weber

Katrin Weber begeistert als stimmgewaltige Sängerin und wunderbar wandelbare Kabarettistin.
Man nimmt ihr die Trude Herr genauso bedenkenlos ab wie die Nana Mouskouri. Wobei da sogar eine gewisse äußerliche Ähnlichkeit zu der griechischen Sängerin besteht, sobald sich Katrin Weber die dicke, schwarze Brille aufsetzt. Natürlich fällt ihr dazu auch gleich der richtige Text ein, angelehnt an Mouskouris bekannten Titel:
Aus „Weiße Rosen aus Athen“ macht sie kurzerhand „Schwarze Brillen machen schön“ .
Es fällt schwer das „Sächsische Bühnenwunder“ aus Plauen zu beschreiben. Man muss sie einfach selbst gesehen und gehört haben. Weiterlesen

Christine Gogolin

Die in Erfurt geborene Opernsängerin Christine Gogolin behauptet von sich selbst: „Eine Schublade ist mir zu eng, ich brauche einen ganzen Kleiderschrank!“ Diese augenzwinkernde Beschreibung, ihrer musikalischen Tätigkeit, trifft den Nagel genau auf den Kopf. In einer Zeit wo das Wort „Spezialisierung“ groß geschrieben wird, schreckt Christine Gogolin vor keinem Experiment zurück. Sie singt bei Windstärke 7, mit 4 Meter hohen Flügeln, mit einem Vogelkäfig auf dem Kopf und wenn es sein muss in 8 Metern Höhe. Weiterlesen

Nie wieder Schauspielschule!

Irgendwann hatte ich die fixe Idee auf eine Schauspielschule gehen zu müssen. Ich surfte im Internet und pickte mir eine heraus. Teuer waren sie auf jeden Fall alle. Ich rief an und bekam einen Vorstellungstermin. Das Semester lief zwar schon, aber es waren noch Plätze frei und sie suchten noch Studenten.
Also fand ich mich an einem Freitagnachmittag im Büro der Direktorin wieder. Sie war eine ältere, sehr schlanke Dame mit Kunsthaarperücke und einer Vorliebe für viel zu breite Gürtel.
Sie erklärte mir freundlich die Vorzüge ihrer Schule und dass am Montag die letzte Aufnahmeprüfung sei. Bis dahin hätte ich Zeit, mindestens drei Monologe aus drei verschiedenen Stücken auswendig zu lernen und natürlich mit Requisiten vorzubereiten. Sie schrieb mir auf, welche Stücke ich mir besorgen sollte und dann wurde ich verabschiedet. Weiterlesen

Leonard Nimoy

Nur wenige Schauspieler schaffen es im Laufe ihrer Karriere einen so tiefen Eindruck zu hinterlassen, wie Leonard Nimoy es in der Rolle des Mr. Spock getan hat. Natürlich hat er im Laufe seines langen Lebens viele andere Charaktere gespielt aber denkt man an Leonard Nimoy, denkt man automatisch auch an den grün blütigen, spitzohrigen Vulkanier aus der Fernsehserie „Star Trek“ aus den sechziger Jahren. Diese Rolle zog sich wie ein roter Faden durch sein weiteres Schauspielerleben.

Auch wenn es eine Zeit gab, in der er es nicht so toll fand, ständig als Mr. Spock identifiziert zu werden und sogar ein Buch darüber schrieb mit dem Titel „I am not Spock“, so freundete er sich doch irgendwann damit an und empfand es sogar als Ehre, was der Klappentext seines nächsten Buches bewies: „I am Spock“.
Zumal er mit dieser Rolle eine neue Art von Held kreierte: Neben all den draufgängerischen, sich durch die Gegend prügelnden Womanizern in der vielfältigen Fernsehlandschaft, war er der ruhige, logische, disziplinierte Gegenpol. Als (fast) emotionsloser Halbvulkanier, der auf jede Frage eine Antwort wußte, und jedes Problem objektiv, logisch und wissenschaftlich anging, war er Vorbild für viele Generationen von jungen Leuten, die in der Schule immer als Letzte in die Sportmannschaft gewählt wurden. Und irgendwann stand fest: Ja, Intelligenz ist sexy! Weiterlesen