Leonard Nimoy

Nur wenige Schauspieler schaffen es im Laufe ihrer Karriere einen so tiefen Eindruck zu hinterlassen, wie Leonard Nimoy es in der Rolle des Mr. Spock getan hat. Natürlich hat er im Laufe seines langen Lebens viele andere Charaktere gespielt aber denkt man an Leonard Nimoy, denkt man automatisch auch an den grün blütigen, spitzohrigen Vulkanier aus der Fernsehserie „Star Trek“ aus den sechziger Jahren. Diese Rolle zog sich wie ein roter Faden durch sein weiteres Schauspielerleben.

Auch wenn es eine Zeit gab, in der er es nicht so toll fand, ständig als Mr. Spock identifiziert zu werden und sogar ein Buch darüber schrieb mit dem Titel „I am not Spock“, so freundete er sich doch irgendwann damit an und empfand es sogar als Ehre, was der Klappentext seines nächsten Buches bewies: „I am Spock“.
Zumal er mit dieser Rolle eine neue Art von Held kreierte: Neben all den draufgängerischen, sich durch die Gegend prügelnden Womanizern in der vielfältigen Fernsehlandschaft, war er der ruhige, logische, disziplinierte Gegenpol. Als (fast) emotionsloser Halbvulkanier, der auf jede Frage eine Antwort wußte, und jedes Problem objektiv, logisch und wissenschaftlich anging, war er Vorbild für viele Generationen von jungen Leuten, die in der Schule immer als Letzte in die Sportmannschaft gewählt wurden. Und irgendwann stand fest: Ja, Intelligenz ist sexy! Weiterlesen