„Die zehn besten Tage meines Lebens“

Das Buch beginnt mit der Zeile: „Ich bin heute gestorben, zu meiner großen Verblüffung.“ Normalerweise hört mit dem Tod…….

von Adena Halpern.  Das Buch beginnt mit der Zeile:
„Ich bin heute gestorben, zu meiner großen Verblüffung.“
Normalerweise hört mit dem Tod eine Geschichte auf, diese fängt erst an. Alex und ihr Hündchen werden beim Gassi-Gehen von einem Auto überfahren und finden sich ohne Übergang in der Warteschlange vor dem Himmelstor wieder.

Im siebten Himmel trifft Alex ihre verstorbenen Großeltern und ihren Onkel Morris wieder und überhaupt ist tot sein gar nicht so übel, wie man es sich zu Lebzeiten immer ausgemalt hat. Allerdings hat die Sache einen Haken: Alex muß erst noch einen Aufsatz schreiben über die zehn besten Tage ihres Lebens, um heraus zu finden, ob sie ein erfülltes Leben geführt hat. Erst dann entscheidet sich, ob sie im siebten Himmel bleiben darf oder ob sie in den vierten herabgestuft wird, in dem ihr Kleiderschrank nicht mit der neuesten Modekollektion voll hängt, sondern mit der vom Vorjahr … wie schrecklich!
Die Autorin zeichnet ein nettes Bild vom Jenseits und vom Leben nach dem Tod und betont, wie wichtig es ist, im Leben etwas aus sich zu machen und seinen eigenen Weg zu gehen, egal, wie kurz das Leben auch sein mag.

 

„Stella Termogen“ von Utta Danella

„Stella Termogen“ ist ein fesselnder Roman, der ca. 40 Jahre des Lebens einer jungen Frau umspannt und zwar vor, währe…….

„Stella Termogen“ ist ein fesselnder Roman, der ca. 40 Jahre des Lebens einer jungen Frau umspannt und zwar vor, während und nach dem zweiten Weltkrieg in Deutschland.
Er spielt hauptsächlich in Berlin, auf der Insel Sylt und in Malaya.
Manch einer mag vor einem so dicken Schmöker, der über 790 engbeschriebene Seiten umfasst zurückschrecken, aber ich kann nur sagen, das Buch ist nicht eine Sekunde langweilig!
Außer jeder Menge unterhaltsamer Lesestunden hat dieses Buch auch eine Fülle an Lebensweisheiten zu bieten, die auch heute noch mehr als aktuell und anwendbar sind.
Ein spannender Einblick in die Zeit unserer Eltern und Großeltern und mit unglaublich viel Menschenkenntnis erzählt

 

„Schoßgebete“ von Charlotte Roche

Sie hat es wieder getan! Charlotte Roche hat binnen kürzester Zeit nach „Feuchtgebiete“ ihren zweiten Roman „Schoßgebete“ rausgehauen.
Diesmal geht es um Elisabeth Kiehl, ihres Zeichens Ehefrau, Mutter, Stiefmutter, Atheistin, Therapiepatientin und Puffbesucherin mit Vaterkomplex.
Elisabeth hat es nicht leicht. Sie ist zwanghaft kontrollsüchtig und kann nur beim Sex mal so richtig loslassen. Ansonsten muß sie ihre Tochter besser erziehen, als es ihre Mutter ihrerseits gemacht hat, muß für einen potenten, aber sehr viel älteren Ehemann eine gute, tolerante und fürsorgliche Ehefrau und für ihre Therapeutin die beste Patientin sein.
Der schwere Autounfall vor sieben Jahren bei dem sie ihre drei jüngeren Brüder verlor und die geplatzte Hochzeit mit dem Vater ihrer Tochter, bestimmen noch heute ihr Leben. Außerdem muß regelmäßig ihr Testament aktualisiert und ihr Ehemann dazu gebracht werden, ihr zu erlauben, mal fremdgehen zu dürfen …
Eine Achterbahn der therapierten Gefühle, die gleich mit einem professionellen Blowjob beginnt!

 

„Die Feuer von Troia“ von Marion Zimmer Bradley

Schon als Kind habe ich mich für die alten Griechen interessiert und ich kannte mich bestens aus mit sämtlichen trojanischen und griechischen Helden und Göttern. Umso gespannter war ich auf dieses Buch:„Die Feuer von Troia“ erzählt die Geschichte rund um den Trojanischen Krieg aus Sicht einer Frau. Und zwar nicht irgendeiner, sondern Prinzessin Kassandra, die Zwillingsschwester von Paris, der später Helena raubte und somit den Trojanischen Krieg auslöste, höchstpersönlich erzählt ihre Geschichte. Sehr früh entdeckt sie ihre seherischen Fähigkeiten und wächst eine Zeitlang bei ihrer Tante Penthesilea, der Königin der letzten Amazonen auf.
Später wird sie Priesterin im Tempel des Apoll. Kassandras Fluch ist es, daß sie zwar in die Zukunft sehen kann, ihr aber nie jemand Glauben schenkt, da ihre Voraussagen ausschließlich mit Tod und Krieg zu tun haben. So etwas wollen die Menschen nicht hören. Und so weiß sie immer schon Jahre vorher, was passieren wird, kann es aber nicht verhindern.
Marion Zimmer Bradley erzählt fesselnd von einer Zeit, in der sich langsam aber sicher der Wechsel vom Matriarchat zum Patriarchat vollzog und gibt uns einen spannenden Einblick in die Welt der alten Götter, die man mit Opfergaben milde stimmen musste.

„Diner des Grauens“ von A. Lee Martinez

Das ist eins von den Büchern, die ich mir aus freien Stücken niemals selbst gekauft hätte. Aber als Jürgen von der Lippe in seiner Sendung „Was liest du?“ ein Stück daraus vorgelesen hat, bin ich dann doch neugierig geworden.
Es geht um die Kumpels Earl und Duke, die zusammen durch die Gegend ziehen und denen ständig übernatürliche Sachen passieren. Das liegt wahrscheinlich daran, dass sie das Übernatürlich magisch anziehen. Denn Earl ist ein Vampir und Duke ein Werwolf. Zusammen versuchen sie herauszufinden, warum das Diner, in dem sie mal kurz Pause machen wollen, ständig von Zombies heimgesucht wird…
Die Geschichte ist so witzig und mit einem dermaßen staubtrockenen Humor erzählt, dass ich mir stellenweise echt den A… abgelacht habe.
Wieder eines von den Büchern, für die man gerne mal den Haushalt schleifen lässt, weil man unbedingt wissen muss, wie es weiter geht.

„Lange Zähne“ von Christopher Moore

Ja, man hat´s nicht leicht, so als neugeborener Vampir. Alles ist neu, alles ist anders und dauernd braucht man Hilfe von Sterblichen. Zum Beispiel, um eine Wohnung mit fensterlosem Schlafzimmer zu mieten oder um andere Besorgungen zu erledigen, da Nachts ja selten was geöffnet hat…
„Lange Zähne“ hat mir sehr gut gefallen. Es ist ein erfrischend amüsanter Vampirroman, in dem mal kein glühender Vampir-Liebhaber oder eine keusche Teenager-Schönheit die Hauptrollen spielen.
Jody ist Mitte Zwanzig und hat auch nach ihrem Tod mit allerlei weltlichen Problemen zu kämpfen. Sie würde auch alles ganz prima gebacken kriegen, wenn da nicht der Typ wäre, der sie überfallen hat und ihr ständig zu seinem Vergnügen Steine in den Weg legt, nur um zu sehen, wie sie damit fertig wird. Da landet dann schon mal eine überzählige Leiche in der Gefriertruhe…

 

„Anna“ von Justus Pfaue

Ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich mir damals die Verfilmung dieses Buches mit Silvia Seidel und Patrick Bach angesehen habe. Es war wieder eine von diesen Geschichten, die einen Boom ausgelöst haben. Diesmal fürs Ballett. Natürlich durfte dann das dazugehörige Buch ( denn am Anfang war das Buch ) in meinem Regal nicht fehlen.
Justus Pfaue erzählt humorvoll und lässt niemals Langeweile aufkommen:
Anna ist fast dreizehn und tanzt im Kinderballett, als sich ihr Leben schlagartig ändert. Durch einen Autounfall, den ihr Bruder Philipp verursacht, landet sie für lange Zeit im Krankenhaus und muß erst mühsam wieder das Gehen erlernen. Ihr Freund Rainer, der für immer querschnittsgelähmt im Rollstuhl sitzt, hilft ihr dabei. Sie beißt sich durch und fängt wieder an zu tanzen und die Dinge nehmen ihren Lauf: Ballettschule, Tanzwettbewerb in Paris, Stipendium und die erste Liebe…
Ein echtes Schmuckstück in der Büchersammlung, daß man sich auch nach Jahren gerne und immer wieder zu Gemüte führt.

 

„Feuchtgebiete“ von Charlotte Roche

„Feuchtgebiete“ ist mal was ganz anderes. Ich wollte dieses Buch unbedingt haben. Mein Mann kennt Charlotte noch aus ihren VIVA – Zeiten und hat mir viel von ihr erzählt. Hinzu kam, daß sie im Fernsehen, z.B. bei Stefan Raab ( TV Total ) viel Werbung für ihr erstes Buch gemacht hat und mich richtig neugierig gemacht hat. Und ich muß sagen, so frei und unverkrampft hat sich noch niemand getraut über Sex, Schamhaarrasur, Selbstbefriedigung und so sensible Themen wie Hämorrhoiden und Analfissuren zu erzählen.
Es war gar nicht so leicht, dieses Buch zu bekommen. Es war überall ausverkauft. Als ich endlich doch noch eins ergattern konnte, war es schon die fünfte Auflage! ( Glückwunsch an dieser Stelle)
Ich wollte nur mal schnell reinlesen, weil ich noch zu tun hatte. Aber ich konnte einfach nicht aufhöhen. Vier Stunden später war ich durch. Wenn das kein fesselndes Buch is

„Das Parfum“ von Patrick Süskind

Das ist wieder so ein Buch, daß ich an einem Stück durchgelesen habe. Ich konnte es einfach nicht weglegen.
Sicher haben viele den Film dazu gesehen. Aber wenn man nicht das dazugehörige Buch gelesen hat, kennt man die Geschichte nicht wirklich in all ihren Einzelheiten.
Es ist die Geschichte eines Mörders und spielt im 18. Jahrhundert. Jean-Baptiste Grenouille wird am allerstinkendsten Ort von ganz Paris geboren: dem Fischmarkt. Seine Mutter landet bald darauf auf dem Schafott und so wird das Kind von Amme zu Amme gereicht, die es alle so bald wie möglich wieder loswerden wollen.

Es ist anders, es ist unheimlich. Es ist gierig und die Ammen haben das Gefühl, regelrecht ausgesaugt zu werden. Eine Amme bringt es auf den Punkt: Das Kind hat keinen eigenen Körpergeruch!
Das Buch beschreibt, wie wichtig Düfte für den Menschen sind, obwohl die meisten von uns das nur selten wahrnehmen und obwohl dies die Geschichte eines Mörders ist, ist man doch gespannt, zu verfolgen, wie er sein Ziel verfolgt: das perfekte Parfum herzustellen aus dem Duft jungfräulicher, rothaariger Mädchen!