Die darstellende Kunst, auch eine der grundlegenden Gattungen der Kunst, zählt zu den „ephemeren“ Künsten. Das bedeutet, daß die Darbietungen der darstellenden Kunst vergänglich sind. Bei diesen Darbietungen und Darstellungen, die überwiegend auf einer Bühne stattfinden und bei denen es sich hauptsächlich um Schauspiel oder Tanz handelt, ist in der Regel Publikum anwesend. Es ist ein vergängliches Vergnügen und die Kunstform, die man nicht anfassen kann, hat irgendwann ein Ende.
Heute ist man zum Glück in der Lage diese flüchtige Kunstform zu „konservieren“, indem man sie aufzeichnet. So kann man quasi den Künstler und seine Darbietung  auf Band, CD oder irgendein anderes beliebiges Speichermedium bannen und mit nach Hause nehmen, um sich das Schauspiel dort so oft anzusehen wie man will.
Formen und Unterformen der darstellenden Künste, wie das Theater, der Tanz, die Medienkunst und die Konzeptkunst zählen ebenfalls zu den „Schönen Künsten“.
Der Mensch wurde schon immer gerne unterhalten, wobei die Art und Weise der Unterhaltung sich im Laufe der Geschichte immer mal wieder gewandelt haben. Nicht zuletzt waren religiöse Gründe dafür verantwortlich, daß eine schauspielerische Darbietung im Rahmen einer Theateraufführung überhaupt erst entstand und später sogar von der Kirche zeitweise wieder verboten wurde.
Höhlenbilder, erschaffen von Menschen aus der Steinzeit, lassen sogar vermuten, daß das „theatrale Spiel“ noch viel älter ist. Vielleicht haben sich die eiszeitlichen Jäger mit Tierfellen verkleidet und Szenen einer Jagd nachgespielt. Ob zu religiösen Zwecken oder um den im sicheren Lager zurückgebliebenen Kindern und Frauen von der letzten Jagd zu erzählen und sie zu beeindrucken, können wir nur noch raten. Tatsache ist aber, daß die im südlichen Afrika beheimateten Buschmänner bzw. das Volk der San, wie man sie lieber nennt, heute noch ihren Kindern mit vollem Körpereinsatz vorspielen, wie sich die Tiere der Steppe, die sie jagen, oder vor denen sie sich in Acht nehmen müssen, bewegen und welche Laute sie hervorbringen. Vom Nachahmen verschiedenster Tierstimmen bis hin zu einem im weichen Sand badenden Vogel Strauß ist zum Vergnügen der Jüngsten im darstellerischen Repertoire eines alten, erfahrenen Jägers alles dabei.
Später wurden von Priesterkönigen ihre Vorstellung der Schöpfung und die Deutung des Seins in religiösen Schauspielen dargestellt. Monumentale Tempelbauten zu Ehren der gerade amtierenden Gottheit dienten dabei als Kulisse.
Nicht immer hatte eine schauspielerische Vorstellung auch den Zweck der „Weiterbildung“. Meist diente sie nur der Unterhaltung und Zerstreuung. Wie im alten Rom beispielsweise. Dort standen Wagenrennen, Gladiatorenkämpfe und andere blutrünstige Zurschaustellungen wie die beliebte Begegnung „Löwe gegen Christ“ ganz hoch im Kurs. Banalere Vorstellungen wie alberne Komödien inklusive Grimassenschneiden und Hinfallen, fanden eher am Rande statt.
Nach dem Untergang des Römischen Reiches wurden Massenveranstaltungen, wie sie im großen Kolosseum in Rom stattgefunden hatten, inklusive aller anderen Arten von Schauspiel von der immer mächtiger werdenden Kirche erst mal verboten, da die Aufführungen meist Themen wie Mord und Totschlag, Ehebruch oder anderweitig abwegiges sexuelles Verhalten zum Thema hatten.
Erst später, als in den Kirchen die liturgischen Gesänge eine textliche Erweiterung erfuhren und man begann, die Vorgänge um den Tod und die Auferstehung Christi spielerisch nachzuvollziehen, erfuhr das Theater seine ganz eigene Auferstehung. Es begann mit komplexen Spielen biblischen Inhaltes. Irgendwann brauchte man mehr Platz und die Vorstellung verlagerte sich vom Inneren der Kirche auf den Vorplatz, die Bevölkerung wurde mit eingebunden und das bis dahin in den Kirchen gebräuchliche Latein wurde gegen die jeweilige Volkssprache ausgetauscht, damit auch wirklich jeder verstand, worum es eigentlich ging. Der Grundstein war damit erneut gelegt und von nun an war die Weiterentwicklung des Theaters bis hin zu Film und Fernsehen nicht mehr aufzuhalten. Die Menschen hungerten damals wie heute nach Geschichten, doch noch nie war es so einfach wie heute für ein paar Stunden der Wirklichkeit zu entfliehen und in andere Welten einzutauchen und seine Zeit mit seinen Lieblingshelden zu verbringen. Dank der Erfindung von Aufnahme- und Wiedergabegeräten so oft man will.