Testbericht Mindprint DTC

Wer sich den Mindprint DTC schon mal angeschaut hat, weiß, dass die Firma Mindprint in Punkto Verarbeitung nicht gege…….

Wer sich den Mindprint DTC schon mal angeschaut hat, weiß, dass die Firma Mindprint in Punkto Verarbeitung nicht gegeizt hat.
Ein dicker Alurahmen mit nach hinten versenkten Bedienungselementen, formschönen Drehreglern und beleuchteten Schaltern, lassen das Technikerherz höher schlagen.
Wenn wir es nicht besser wüssten, würden wir uns das Teil nur aus Designgründen ins Studio stellen.
Frei nach dem Motto: das Auge hört mit.
Aber jetzt mal Scherz beiseite! Der DTC ist nicht nur ein Einstieg ins Highend, sondern befördert dich mitten rein!

Unser DTC hat schon viel mitgemacht:
Anfangs haben wir ihn für Beschallungen in unserem mobilen Side-Reck mit uns rumgeschleppt und ihn z.B. bei diversen Fernsehprojekten und Festivals in der Summe benutzt.
Später haben wir ihn dann in unserem Studio eingebaut, um ihm eine volle Daseinsberechtigung zu geben.
Anfangs hat man ihn mal geinserted und ihn einfach „nur so“ als kleinen Kompressor benutzt.
Der volle Umfang der Möglichkeiten dieses Gerätes wurde uns erst später bewusst.
Als wir unsere Flagschiffe von Soundcraft & Co. aus Platzgründen nach einem Umzug verkaufen mussten, bekam der DTC seine Grundfunktion als Channeleingang für’s Harddisc-Recording.
Als Wandler dafür diente der Creameware A16-Wandler, ein Gerät aus der alten Generation, die wir im Cubase wie in einem Digitalpult frei virtuell verstrippen konnten. So konnte man den DTC als Insert in einen Kanalzug packen, oder in den Einstellungen einem Eingang zuweisen. Und genau hier öffnete sich die Welt ins High-End!
Die verschiedenen Eingangsmodule Mic, Line und Instrumente mit 48 Volt Phantomspeisung, Facereverse, -20db Absenkung und ein zuschaltbarer Insertweg machen aus dem DTC schon ein hochwertiges Eingangsmodul.
Gefolgt wird das Ganze von einem parametrischen 4-Band-EQ (Entzerrer) mit Hoch- und Tiefpass.
Wenn man an diesen Reglern dreht, sollte man langsam anfangen. Hier handelt es sich nämlich nicht um irgend ein „Schraubwerk“, sondern um Filter, die tatsächlich bei kleinster Drehung etwas bewirken.
Am Ende der Kanalkette findet man dann noch die Kompressorsektion, die mit nur zwei Reglern genau das tut, was sie soll: komprimieren / begrenzen.
Seither entpuppt sich das Gerät für uns als unverzichtbar. Ob Akustikgitarren, Bratgitarren oder feinste Gesangsstimmen, alles geht durch den DTC. Das Gerät ersetzt vollwertig das gewohnte Mischpult, und in unserem Projektstudio hat es sich mehr als bewährt.
Der Sound ist ausgesprochen „warm“ und „seidig“, (man hört den Kompressor nicht pumpen) und das Gerät ist absolut rauschfrei.
Sollten wir unser Studio jemals wieder vergrößern, würde ich mir wünschen, ein Mischpult mit den gleichen Qualitäten zu finden. (Liebe „Mindprints“ – baut doch mal eins!)

Text : Wolfgang von der Hocht

 

Wolfgang von der Hocht

Autor: Wolfgang von der Hocht

Fotograf,Tontechniker, Sound- und Mediendesigner

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