Die Bezeichnung „Fotografie“ stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet so viel wie: „Zeichnen mit Licht“

weshalb die ersten Fotos auch als „Lichtbilder“ bezeichnet wurden.
Bei der Fotografie wird mit Hilfe eines optischen Verfahrens ein Lichtbild auf ein lichtempfindliches Medium projiziert und dort dauerhaft festgehalten.
Der Vorläufer der Kamera war die „Camera obscura“, die „dunkle Kammer“, die schon seit dem 11. Jahrhundert bekannt ist und Ende des 13. Jahrhunderts von Astronomen bei der Sonnenbetrachtung verwendet wurde. Diese Kamera hatte keine Linse sondern nur ein kleines Loch, durch das die Lichtstrahlen auf eine Projektionsfläche fallen konnten und ein auf dem Kopf stehendes, seitenverkehrtes Bild abbildeten. Dieses Bild konnte noch nicht dauerhaft festgehalten werden. Im Jahre 1550 entdeckte, beziehungsweise erfand man die Linse neu. Mit dieser Linse konnten nun hellere und schärfere Bilder erzeugt werden. Ab dem 18. Jahrhundert begann man dann mit lichtempfindlichen Stoffen zu experimentieren und nach Fixiermitteln zu suchen.
Die Fotografie war also lange Zeit eine Wissenschaft und die ersten Fotografen sahen sich lieber als Handwerker als als Künstler, da die Arbeit ja mit dem „Schießen“ bzw. dem heute endlos lange erscheinenden Belichten eines Fotos noch nicht erledigt war, sondern das Bild erst noch unter Beachtung etlicher mühsam erworbener Kenntnisse der Chemie in einer Dunkelkammer entwickelt werden musste.
Waren die ersten Kameras noch ziemlich große und unhandliche Ungetüme, so entwickelte sich die Technik doch ständig weiter bis zu kleinen, handlichen Sofortbildkameras für Jedermann. Auch das silbrige schwarzweiß wurde von der Farbfotografie abgelöst und auch das Zubehör wie Stative, Objektive und der Blitz entwickelte sich rasant weiter.
Hat man noch vor nicht allzu langer Zeit ungeduldig und voller Spannung seinen vollgeknipsten Film zum Entwickeln abgegeben und gehofft, daß die Urlaubsbilder auch alle gestochen scharf und nicht verwackelt sein mögen, so hat die digitale Fotografie, die zu Beginn des 21. Jahrhunderts ihren Siegeszug feierte, dem enthusiastischen Hobbyfotografen solche Sorgen komplett abgenommen.
Fotos werden heute auf der ganzen Welt im Zehntel-Sekunden-Takt geknipst, um dann auf Nimmerwiedersehen auf irgendeiner Festplatte für die Ewigkeit archiviert zu werden. Solche Fotos haben eher selten etwas mit Handwerk geschweige denn mit Kunst zu tun. Die Fotografie mag sich im Laufe der Zeit vom Handwerk zur Kunst gemausert haben, aber die meisten Motive finden heutzutage ja nicht einmal mehr ihren weg auf das Papier, sondern werden in Form von Bits und Bytes irgendwo abgelegt.
Doch einige Fotografen, die sich mit dem digitalen Medium angefreundet haben und Fotobearbeitungsprogramme beherrschen, versuchen aus ihren abgelichteten Motiven durch digitale Nachbearbeitung ein Kunstwerk zu machen. Ebenso wie die Enthusiasten, die noch wissen, wie man mit einer analogen Kamera umgeht, verstehen es, ihr Model richtig in Szene zu setzen bevor sie auf den Auslöser drücken, so daß das fertige Foto keinerlei Nachbearbeitung mehr bedarf.
Vielleicht ist die bloße Fotografie nicht bedenkenlos bei der Kunst einzuordnen. Doch manche Bilder, die durch die Fotografie entstehen, kann man sehr wohl als Kunst bezeichnen. Vielleicht, wenn man nicht weiß, ob die Fotografie jetzt ein Handwerk oder doch Kunst ist, kann man sich darauf einigen, sie als Kunsthandwerk zu bezeichnen. Denn mit dem bloßen Auslösen eines kleinen, Knopfes ist es noch nicht getan, um aus einer Fotografie Kunst zu machen. Ein bißchen mehr Arbeit gehört dann doch schon noch dazu…

An dieser Stelle sei es gestattet den französischen Fotografen NADAR (1856) zu zitieren:
„Die Photographie ist eine wunderbare Entdeckung, eine Wissenschaft, welche die größten Geister angezogen, eine Kunst, welche die klügsten Denker angeregt – und doch von jedem Dummkopf betrieben werden kann.“

Dem ist wohl nichts mehr hinzu zu fügen.

Hier sind einige Fotografen quer durch Zeit-und Stilgeschichte der Fotografie aufgelistet:

Fotografen:
Gerda Taro - Jacob Wothly - William Henry Fox Talbot - E.S. Curtis - August Sander

 

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Foto: Author unknown., Public domain, via Wikimedia Commons