Claude Monet: Impression – soleil levant, 1872Der Impressionismus entstand im Frankreich des 19. Jahrhunderts aus einer Bewegung innerhalb der Malerei.

Der Begriff findet auch in bestimmten Stilrichtungen der Musik, der Literatur, im Film und in der Musik Verwendung, aber erste Verwendung fand dieser Begriff bei der Beschreibung der Malweise von Charles-François Daubigny, dessen Art zu Malen von dem Schriftsteller Théophile Gautier als „zu flüchtig“ empfunden wurde und seine Werke als „Impression“ beschrieb.
Die Vokabel selbst stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „Eindruck“.
Es war Claude Monets Gemälde „ Impression, soleil levant“ aus dem Jahre 1872, das der neuen Stilrichtung endgültig ihren Namen verlieh. Auch Monet malte Landschaften, die nicht die dargestellte Landschaft im kleinesten Detail wiedergab sondern mehr Wert auf den hervorgerufenen Eindruck legte. Beim Impressionismus findet die Farbgebung mehr Beachtung als die Linie und stellt eine Szenerie als stimmungsvolle und flüchtige Momentaufnahme dar.
Die Hauptaufgaben im Impressionismus sind die Darstellung des Lichts und der atmosphärischen Bedingungen. Die Farbe als Träger des Lichts und der teilweise Verzicht von Schwarz und erdigen Farbtönen hellte die Farbpalette bedeutend auf.
Dadurch, daß die meisten impressionistischen Werke unter freiem Himmel und in skizzenhafter Art gemalt wurden, ermöglichte diese neue Technik dem Künstler die Reflexe des Lichts schnell einzufangen, was auch nötig war, da sich die Stimmung und die Farben, zum Beispiel bei einem Sonnenaufgang, minütlich ändern.
Der Impressionismus wurde auch begünstigt durch die Erfindung industriell gefertigter Farben. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts gab es jetzt Ölfarben in Tuben, was die Freiluftmalerei überhaupt erst ermöglichte. Die Maler bedienten sich desweiteren optischer Tricks beim Malen. So setzten sie komplementäre Farbwerte fleckig oder Komma-artig nebeneinander ohne sie miteinander zu vermischen. Weder auf der Palette noch auf der Leinwand wurden die Farben miteinander vermischt, da das Auge des Betrachters erst aus der Entfernung die gewünschte Farbmischung selbst vornehmen sollte. Durch diese Technik und unter der Verwendung heller und reinbunter Farben erzielte man so eine intensivere, mitunter vibrierende Farbigkeit.

Foto: Claude Monet: Impression – soleil levant, 1872 Claude Monet, Public domain, via Wikimedia Commons