Franz Marc: Füchse 1913 Der Kubismus entstand in Frankreich ab dem Jahr 1906 und wurde maßgeblich von Pablo Picasso und

Georges Braque begründet. Die Stilrichtung des Kubismus löste in Frankreich die des Fauvismus ab, die ebenfalls, wie der Kubismus aus einer Bewegung der Avantgarde zu Anfang des 20. Jahrhunderts entstand. Diese beiden Stilrichtungen leiteten die Klassische Moderne ein, in der Künstler begannen, sich gegen klassische und alte Konventionen aufzulehnen und keine Bilder mehr nach Regeln malen wollten, wie sie in den Kunstakademien von je her gelehrt wurden.
Der Einfluss kubistischer Werke auf viele nachfolgende Stilrichtungen war sehr groß.
Der Begriff an sich wurde abgeleitet vom französischen „cube“ oder dem lateinischen „cubus“, was „Würfel“ bedeutet. Der französische Maler Henri Matisse hatte den Begriff anscheinend geprägt, da er beim Betrachten eines der Landschaftsbilder seines Kollegen Georges Braque von „petits cubes“ gesprochen hatte. Was jetzt aber nicht bedeuten soll, daß beim Kubismus, ähnlich wie beim Pointillismus, sich die Gemälde ausschließlich aus kleinen Punkten, bzw. Würfeln zusammen setzen. Frühe Bilder, die dem Kubismus zugeordnet wurden lebten von geometrischen Flächen und Formen. Manchmal braucht das Auge etwas länger um zwischen all den Quadraten, Recht- und Dreiecken und anderen Flächen tatsächlich eine abstrakte Figur zu entdecken, die der Maler da versteckt hat.
Es war Pablo Picasso, der mit seinem großformatige Gemälde „Les Demoiselles d´Avignon“ (1906 – 1907) den Grundstein für das kubistischen denken lieferte und dem viele seiner Kollegen nacheiferten oder Elemente aus diesem Stil in ihren eigenen Werken verarbeiteten. Die abgebildeten Damen auf dem Gemälde, sowie der Hintergrund und die Tücher mit denen sie sich teilweise bedecken, muten alle recht spitz, eckig und kantig an und ganz offensichtlich lag es nicht im Bestreben des Künstlers seine Modelle „schön“ aussehen zu lassen. Beim Kubismus geht es nicht mehr darum, das Modell oder die Gegenstände räumlich und plastisch abzubilden. Hier wird der Raum des Gemäldes formal gegliedert, ohne auf die Perspektive zu achten oder auf Hell-Dunkel-Kontraste Rücksicht zu nehmen.

 

Foto: Füchse von Franz Marc, Public domain, via Wikimedia Commons