Tanz ist so viel mehr als die bloße Umsetzung von Musik und Rhythmus in Bewegung. Mal abgesehen davon,

daß der Tanz natürlich eine Gattung der Darstellenden Künste ist, ist er auch Brauch, Ritual, Sportart, Berufstätigkeit, Therapieform und Ausdruck von Gefühlen.
In der Kunst dient der Tanz dazu, um Gefühle und Handlungen bildlich darzustellen. Dabei bedient sich der Tänzer seines ganzen Körpers inklusive Mimik und Gestik um mit Hilfe der Musik und der Verwendung all seiner Eleganz und Ausdruckskraft mit seinen Tanzbewegungen dem Zuschauer Emotionen und eine Handlung zu vermitteln. Bei Modernen Tänzen versucht der Tänzer oft auch nur die Musik mit den Bewegungen seiner Körpers zu interpretieren.

Von uralten indischen Höhlenmalereien wissen wir, daß die Menschen vor rund 7.000 Jahren schon zu besonderen Anlässen getanzt haben. Die Tänze waren meist rituell, es ging um Tod und Wiedergeburt und die professionellen Tänzer führten ihre technisch sehr anspruchsvollen Darbietungen nur zu Ehren der Götter auf.
Auch heute gibt es immer noch Tänze, die einem Ritual dienen; wie die Tänze, die auf einem Debütantinnenball getanzt werden beispielsweise, wenn junge Mädchen der Gesellschaft vorgestellt werden.

Dem passionierten Tänzer stehen heute verschiedene Berufsbilder zur Auswahl. Er oder Sie könnte als Balletttänzer, Tanzlehrer, Tanzsporttrainer, Tanzpädagoge, Tanztherapeut, Tanztheatermacher oder Choreograf arbeiten. Dabei kann man sich unzähliger Tanzstile und –Formen bedienen.
Die Fülle an Tanzformen und ihre Unterkategorien, die es mittlerweile gibt, ist allerdings nur schwer überschaubar, da jede Kultur und jedes Land seine eigenen Tänze entwickelt hat, egal ob Einzel-, Paar- oder Gruppentanz, die Liste und somit die körperlichen Ausdrucksmöglichkeiten ist nahezu endlos.

Foto: Ewa Krasucka TW-ON, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons